Binge Eating Disorder (Ess-Sucht)

Binge Eating Disorder (Ess-Sucht)

Die Binge Eating Disorder ist die jüngste und noch am wenigsten erforschte Krankheit unter den Ess-Störungen. Die Abgrenzung zur Adipositas ist relativ schwer, da die Betroffenen bei beiden Störungen häufig hohes Übergewicht haben. Der Hauptunterschied zur Bulimie ist, dass die Betroffenen die Fressanfälle nicht ungeschehen machen.

Die Binge Eating Disorder ist gekennzeichnet durch:

  • Essanfälle mit Kontrollverlust
  • mindestens 3 der folgenden Verhaltensweisen:

1. Schnelleres Essen als üblich

2. Essen bis zum Unwohlsein

3. Essen größerer Nahrungsmengen ohne Hunger

4. Essen alleine, wegen Scham über die Essensmenge

5. Ekel über sich, Depression, Schuldgefühle nach Essanfällen

  • keine regelmäßigen, kompensatorischen Maßnahmen Den Betroffenen fehlt häufig eine Regelmäßigkeit bei der Ernährung. Meist bewegen sie sich nicht gerne körperlich und bevorzugen bewegungsarme Freizeitbeschäftigungen (wie z.B.Fernsehen oder Computerspiele). Kennzeichnend für Menschen mit einer Binge Eating Disorder sind auch häufige Diätversuche mit frustrierenden Abbrüchen in der Vorgeschichte.

Folgen der Binge Eating Disorder:

Seelische Folgen

z.B. Depression, Ekel, Schuldgefühle, Abwertung und Selbsthass,

Soziale Folgen

z.B. Sozialer Rückzug, eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten

Körperliche Folgen

z.B. Herz-Kreislaufbeschwerden, Atemnot, erhöhter Blutdruck, Herzprobleme, Diabetes mellitus, Belastung von Gelenken und Rücken; Probleme im sexuellen Bereich: z.B. Impotenz, Zyklusstörung